Es war uns eine Freude und eine grosse Ehre, am Abend des 12. Oktober 2021 mit Frau Botschafterin Christine Schraner Burgener über Ihre Erfahrungen als Sondergesandte des UNO-Generalsekretärs in Myanmar zu diskutieren.

Frau Schraner Burgener war 27 Jahre als Diplomatin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) tätig. Seit Mai 2018 dient sie als Sondergesandte des UNO-Generalsekretärs António Guterres für Myanmar, mit Rang einer Untergeneralsekretärin, und ab 2022 wird sie die Leitung des Staatssekretariats für Migration (SEM) übernehmen.

Im Rahmen unserer Diskussion, stellte Frau Schraner Burgener ihr aktuelles Mandat vor und teilte ihre Erfahrungen als Sondergesandte im Auftrag des UNO-Generalsekretärs. Dabei betonte Sie die Bedeutung Ihrer Arbeit mit Bürgerinnen und Bürgern, sowie mit hohen politischen und gesellschaftlichen Vertretern im Inland, und mit Regierungsvertretern der Nachbarstaaten Myanmars.

Persönliche Gespräche seien bei der Bewältigung der aktuellen Lage von grosser Bedeutung. Seit der Machtübernahme des Militärs im Februar diesen Jahres konnte Frau Schraner Burgener nicht mehr nach Myanmar reisen. Dennoch blieb sie mit allen wichtigen Beteiligten im Kontakt, auch mit dem Armeechef, den sie in Jakarta einmal für ein längeres Gespräch getroffen hat. Auch den UNO-Sicherheitsrat und die UNO-Generalversammlung informiert Frau Schraner Burgener detailliert über die aktuellen Ereignisse vor Ort.

Eindrücklich erzählte Sie zudem von Ihren persönlichen Begegnungen mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, der Vorsitzenden der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), und schilderte ihren Eindruck, dass diese in der internationalen Gemeinschaft oft zu Unrecht als tatenlos dargestellt werde, zum Beispiel in Zusammenhang mit der gewaltsamen Vertreibung der Bevölkerungsminderheit der Rohingya in das benachbarte Bangladesch. Die Arbeit der UNO in Myanmar setze voraus, dass man mit allen Parteien das Gespräch suche, um eine dauerhafte und friedliche Lösung anzustreben und Aung San Suu Kyi leiste noch immer einen wichtigen Beitrag für den Fortbestand dieser Gespräche.

Die Covid-19 Pandemie hat die Arbeit der UNO in Myanmar dieses Jahr stark eingeschränkt und Frau Botschafterin Schraner Burgener berichtete unter anderem davon, wie sie zu Beginn der Pandemie einen Grossteil ihrer Arbeit von der Schweiz aus verrichten musste. Bis heute sei die Lage in Myanmar aufgrund der Pandemie sehr schwierig.

Die Rolle des UNO-Sicherheitsrates und der UNO-Generalversammlung wird weiterhin wichtig bleiben im Umgang mit der angespannten politischen, militärischen und medizinischen Lage in Myanmar. Wir sind Frau Botschafterin Schraner Burgener dankbar für Ihren wertvollen Diskussionsbeitrag im Rahmen des CH-UNO Club und für Ihre Arbeit in den Diensten der UNO. Wir wünschen ihr viel Erfolg in ihrer neuen Position als Leiterin des Staatssekretariats für Migration, die sie ab 2022 übernehmen wird. Es war für alle Beteiligten ein eindrucksvoller Gesprächsabend.

Dons

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